Mike Fuselier – Petzl Roc Trip – Herculane

Repost from Mikes Blog

Baile Herculane est une des plus ancienne station thermale d’Europe, la légende raconte qu’Hercule lui même y aurait vécu. Les eaux minérales de la station Baile-Herculane ont été découvertes et exploitées par les soldats des légions romaines qui ont conquis l’ancienne Dacie.

 

Bref, après cette minute culturelle, plongeons nous dans le vif du sujet et direction Vanturatoarea. Cette falaise offre différents profils, du long, du court, du facile et du teigneux, il y en a pour tout le monde.

Pour ce qui est des croix, ça n’a pas trainé !

Aprés avoir flashé Black cat, white cat 8a+ et Guri-Guri 8b, je me suis offert la « First Ascent » de Rusty Nail 8b+.
Et oui, après avoir fait 2 mois de canyon, j’avais les crocs qui rayaient le parquet…

Les copains n’ont pas mis bien longtemps à s’en mettre également plein la musette et Cedric Lachat s’envoie la First Ascent de Mrs Baba 8b+.
à noter également la belle perf de Flo Pinet qui a Flashé: Guri-Guri.

Plus à l’aise en escalade qu’en tricot, Florence réalise Black cat, White Cat.

Guri-Guri, avec un départ bien « saignant ».

 

Et pour clôturer cette étape en beauté, nous avons eu droit à la traditionnelle bringue du Petzl roc trip. la pluie s’étant invité, on avait l’impression de vivre un semblant de woodstock !!
à noter que si vous êtes sur un évenement Petzl et qu’il n’y a pas de Fiesta à la fin, il y a des chances que ce soit un fack …

 

La première étape se termine et maintenant direction Vratsa en Bulgarie.

Nina Caprez – Petzl Roc Trip – Herculane

Words and photos by Nina Caprez, repost from arcteryx.com blog

I left my apartment in Grenoble, France for about two months and I had no idea what to expect. I traveled east to join the Petzl Roc Trip caravan headed to Romania. I don’t usually travel east to climb, but I loved the idea of discovering new countries, cultures and new climbing areas.

Together with our French friends and team members, we finally arrived in Romania and the village of Baile Herculane. One of the first things we noticed was the difference between gypsies and Romanians. We had always had this idea that all people from Romania are on the road, which is not true. But, it was so fun to see how the real Romanian-gypsies live their life by the road.

The valley of the Baile Herculane is an amazing place and a great climbing area. To start off our trip, we hiked about an hour to reach a huge cliff along side a beautiful waterfall.

I had almost forgotten about the Roc Trip vibe, because the last one I went on was about three years ago in China. There are so many climbers and everyone just wants to get out and climb. It took a bit to get used to all the people in the beginning of the trip because I had spent my whole summer almost alone in the mountains of Picos de Europa. Now, I was climbing on a cliff along with 200 others!

During the first three days of climbing I felt really weak and was struggling to get back in form. I was still feeling the effects of traveling in my legs. After such a long break from rock climbing, I was little uncomfortable. But, Roc Trip means climbing! Who cares what level you are at, it’s all about enjoying new routes with the people around you and the opportunity to travel while doing what you love.

Baile Herculane is also famous for his hot springs and since we were here, we couldn’t miss a chance to experience them. We had the chance to meet one gypsy who lives in one of the tunnels where the 50 degree hot water comes out…ha! This was not easy to watch, but at least he won’t freeze during the winter! 😉

The roads in Serbia, Romania and Bulgaria are well known for being harsh on vehicles. As well as being a top climber, it’s just as important to be a world-class pilot: there are so many huge holes in the roads that you feel like you are in a video game.

Unfortunately, Gérome Pouvreau found one of the holes in the road.  Lucky he had only dented a rim and somehow with some heavy hammering the rim was repaired and we were on our way…

Romanian’s like to have a good time after climbing. The base camp was full of food, beer and souvenir stands – a whole party area. We had the chance to try all the delicious food and were impressed with the local games and concerts.

We have now crossed the border and I’m ready to discover Bulagria during the next ten days….

German team in Herculane

Wo fahren wir hin an Ostern? Diese Frage stellten wir uns ende letzten Jahres beim geselligen Treffen des Baden-Württembergischen Felskaders bei trister Hallenatmosphäre im Kletterzentrum Stuttgart.Etwas ausgefallenes sollte es schon sein. Ein paar halbe später waren wir uns einig: Die Infos über Rumänien hören sich gut an, niemand von uns wusste das man dort klettern kann und wo genau ist eigentlich Rumänien?

Mit Jochens ätzendem Navi im Auto fuhren wir dann Anfang April los in Richtung Osten. 13 Stunden später passierten wir die ungarisch rumänische Grenze und plötzlich rums, man glaubte das Auto hat es zerrissen! Das Navi hat uns leider nicht vor den hiesigen Straßenverhältnissen gewarnt; riesige Gräben taten sich vor uns auf die man hier auch Schlaglöcher nennt. Bei dem jetzigen Reisetempo konnte man sehr schön die bäuerliche Landschaft in Morgendämmerung genießen, nur außerordentlich flach war es! Dies sollte sich aber schon bald ändern als wir in die Nähe der Karpatenausläufer kamen und die Stadt Timisoara passierten. Die Straßenverhältnisse passten sie wiederum der Landschaft an und so wurde die Straße noch etwas abenteuerlicher.

Doch mit Erwartungen und wunden Hintern erreichten wir endlich unser Ziel „Baile Herculane“, auf Deutsch Herkulesbad. Sofort erkannten wir hier gibt’s überall Fels links rechts vorne und hinten. Zuerst versuchten wir unsere Unterkunft „Baba“ (= alte Frau) zu finden was sich als nicht ganz leicht herrausstellte da hier fast ausschließlich Landessprache gesprochen wird. Etwas später standen wir in der urigen Wohnung unserer alten Frau. Es war mal etwas ganz anderes, nicht zu sauber, hier und da etwas baufällig und das kurioseste war, dass Frau Baba auf einem Sofa zwischen Wohnzimmer und Küche nächtigte und wir ein bisschen das Gefühl hatten bei ihr im Zimmer zu wohnen. Die Preise dafür und auch für alles andere können sich aber echt sehen lassen und das Leben in Rumänien gestaltete sich als echtes Schnäppchen. Zum Umrechnen in Euros wird alles durch vier geteilt und man zahlt gewöhnlich die Hälfte und in Restaurants und Kneipen sogar weniger.

Abends hatten wir uns mit den Locals verabredet um an mehr Informationen über das Klettern hier heranzukommen. Doch bis dahin hatten wir noch etwas Zeit und fuhren auf eigene Faust Talaufwärts. Kaum 10 km später haute es uns buchstäblich aus den Socken! Links oben eine Riesenwand, leicht gelblich und mit grauen Streifen durchzogen was für eine gehörige Portion Steilheit sprach. Nach der echt mühsamen dreiviertel Stunde die wir uns durch das Gestrüpp zum Wandfuß plagten erreichten wir die riesige Wand zweigeteilt durch einen wunderschönen Wasserfall und entdeckten auch den vergleichsweise komfortablen Wanderweg der aus dem Tal sich zum Felsen schlängelte.

Der Anblick war überwältigend, links des Wasserfalls hängt die Wand auf etwa 50 Meter bestimmt gut 20 Meter über, rechts des Wasserfalls eher senkrechte Wandklettereien und das alles bei einer gesamten Wandhöhe von 90 Metern. Ein wahres Rätsel wieso hier noch keine Touren sind! Nur ganz rechts zwei alte etwas unspektakuläre kürzere Routen. Später am Lagefeuer stellte sich heraus das bei dem Potential hier im Tal noch niemand die gute halbe Stunde Fußmarsch auf sich genommen hat um dort zu klettern.

Am ersten trafen wir uns zum gemeinsamen klettern im Sektor Roma. Der Fels teils grau,plattig und in den steileren Teilen auch mit erstaunlich großen Sintern behangen machte Lust auf mehr und Motivierten noch mehr hier neue Felsen zu erschließen. Dort kann man nur die Tour Smash empfehlen die ein muss ist im Grad (8a). Mit etwas Glück konnte ich sie schnell klettern und der Rest der Truppe scheiterte denkbar knapp

Heiß auf Neuland ließen uns von der Wanderung zum Wasserfall nicht abhalten und richteten im Laufe der Woche dort 5 Routen ein. Es war ein großer Aufwand die Fixseile mit teils waaghalsigen Pendelaktionen an der Wand zu fixieren und eine kletterbare Linie zu finden. Ein herber Rückschlag für mich war das ich nach einem Tag Arbeit feststellen musste das im Teil weiter rechts des Wasserfalls nicht geklettert werden konnte, da die unteren 20m komplett mit einer Schicht scharfer Pickel überzogen war.

Jörg eröffnete eine wunderschöne Route in bläulichem Fels und herrlichem Ambiente rechts des Wasserfalls und taufte sie passend „No country for old man“ (7b), da ihn der tägliche Fußmarsch mit den gut 300 Höhenmetern ganz schön räderte.

Auch Jochen wagte sich Ende der ersten Woche mal hoch zum Wasserfall, der sich bis dahin mit Felix Lehmann die Zeit mit dem Einrichten von kürzeren Sportklettereien weiter oben im Tal vergnügte und richtete zusammen mit mir eine kürzere Sportkletterei an großen Sintern ein. Die letzten Meter blieben jedoch ein ewiges Rätsel und wir setzten den Umlenker an den letzten guten Griffen. So konnte ich mich schnell bis zum letzten Zwischenhaken hochkämpfen und so „Viper Viper“ (8a) die erste Begehung abringen.

Jochen in „Viper Viper“, 8a

 

Ja der Name sagt es schon, klettern an Sintern und in Rumänien gibt es nicht nur Europasmeiste Bären sondern mit der Hornotter auch die giftigste Schlange. Auch wenn der Biss eigentlich nicht tödlich ist hat er unangenehme Folgen und es ist aus gesundheitlichen Gründen besser etwas Obacht zugeben. Zumindest sollte ein in der nähe nicht vorhandenes Krankenhaus schnellstmöglich aufgesucht werden und bis dahin jegliche körperliche Anstrengung vermieden werden…

Der etwas abseits gelegene Fels verbarg wirklich ein schönes Tierreich. Zwei Hornottern wurden gesichtet! Eine mit sogar einem Meter Länge und die andere etwas weniger erfreulich direkt auf unserem geliebten Grasband wo die Projekte von Mirko, Raphael und mir die Steile Wand links des Wasserfalls sich ihren Weg bahnten. Auch hatten wir Angst um unsere Freunde die „Legudovarane“ verspeist werden. Die sehen aus wie Eidechsen sind nur grün und 30cm lang und bestimmt mittig 3 cm stark im Durchmesser, einfach herrlich wie sie sich direkt neben uns sonnten!

Leider blieben auch die beiden beeindruckenden Routen von Raphael und Mirko durch den zentralen Teil der überhängenden Wand die beiden Projekte „Blinded by the light“ und „Mrs. Baba“. Erstere wird vermutlich im Bereich 8a+ bis 8b anzusiedeln sein und die zweite hat es noch ein bisschen mehrin sich! Auch meine Tour der „Legudovaran“ blieb ungeklettert und ich schätze ihn bis zum ersten Umlenker auf 8a+ und zum zweiten kann ich des bei der länge nicht einschätzen aber sicherlich 8c aufwärts da ich nach fünfminütigem ausbouldern immer noch keine Lösung für den letzten Zug gefunden hatte.

Felix Lehmann und Jörg hatten sich langsam von ihrer Magen-Darm-verstimmung wieder erholt und wir wollten mal den von den Rumänen angepriesenen Fels bei km 9 antesten. Vom Charakter her erinnerte die Kletterei etwas ans Donautal: kompakter senkrechter und sehr technisch zu kletternder grauer Kalk. Nach links hin mal wider beeindruckendes Niemandsland mit ein paar Projekten und halt noch etliches an Potential.

Ja auf seinen Darm muss man hier echt aufpassen! Schon bald rumorte es in den Mägen von Mirko, Raphael und Jochen bekam die Schnodderseuche die er dann auch noch netterweise an mich weitergab! Die heißen Quellen pflegten uns aber gut und verhinderten schlimmeres. Nur Jörg und Felix Lehmann die sich strikt dem Baden entzogen erwischte es natürlich so etwas heftiger.

Die Quellen haben auch schon die Römer damals für heilig erklärt und wir waren uns einig warum! Nach einem harten Tag gibt es nichts Besseres wie mit einem kühlen Bier und Wein bis kurz vorm Schlafengehen sich aufweichen zu lassen. Es hat zwar den Nachteil das es dauernd ein bischen nach Faulen Eiern richt, aber so lassen sich die heißen Quellen wenigsten leichter finden und bei dieser Herrlichkeit kann man dies ruhig in Kauf nehmen.

Nur an eines kann man sich schwer gewöhnen: Der Dreck! Viele Rumänen haben keinen besonderen Drang ihre Umwelt zu schonen. Anstelle den Müll zumindest einfach auf einen Haufen zu Tragen und zu verbrennen oder sonst was landet er oft einfach im Fluss oder im Strassengraben. Wir mussten mit ansehen wie Leute mit Mülltüten über eine Brücke gelaufen sind und platsch alle im Bach lagen… Umso schöner dass das Naturunverbundene pack selten geteerte Straßen und Städte verlässt und so muss man sich nur wenige Meter bewegen um in unberührte Natur vorzustoßen.

Da das Kulturelle ja auch nicht zu kurz kommen durfte Begaben wir uns sogar am einzigen Kollektivruhetag nach Turnu-Severin, einer etwas größeren Stadt am Donauufer zur Grenze nach Serbien. Jochen wollte unbedingt eine Kirche finden die irgendein Ururur…Großvater vor vielen Jahren dort erbaut hatte. Doch die Motivation lies schnell nach da mit der Wegbeschreibung, „…bei den nackten spielenden Zigeunerkinder hinter den Hühnerställen…“ heutzutage nichts mehr anzufangen war. So blieb es dann bei einer Besichtigung der Innenstadt und einem Einkauf in einem größeren Supermarkt. In Herculane und auch sonst in kleineren Städten gibt es davon keine und es wimmelt nur so von netten Tante-Emma-Lädchen bei denen man schnell den überblick verliert in welchem man was bekommen hat. Wir haben aber relativ schnell unseren Standardladen mit der Frau mit den Riesenhupen gefunden und so ging es vor dem klettern zur allgemeinen Aufmunterung stets immer zu sechst zu Brotkaufen in den kleinen Laden.

Felix in „Pinalti“, 8b

 

Glücklicherweise konnte ich noch bevor die Schnodderseuche mich niederstreckte eine geniale vor 8 Jahren eingebohrte stark überhängende Risslinie erstbegehen, „Pinalti“ (8b). Der Fels liegt außergewöhnlich nahe am Fluss und hängt auch über dessen halbe breite über was sich besonders beim abbauen als Lustig erwiesen hat. Zentral führen kräftige Züge an sinterähnlichen Strukturen zu der Schlüsselstelle am Anfang des Risses. Irgendwie muss man sich erstmal damit anfreunden dort seinen Fuß kopfüber im Riss zu verklemmen um dann umständlich über eine offene Zange und Handklemmern drum herum zu klettern. Vielen Dank hier an die Lokalen Kletterer die es hier zur Regel gemacht haben das es keine geschlossenen Projekte gibt! Wie der Name zu stande kam habe ich keine Ahnung, die Namensgebung wird netterweise dem Einrichter gelassen; es hat hier aber sicherlich etwas mit der Bestrafung seiner Haut zu tun…. So nahm sich auch Jochen eine von mir eingebohrte Tour links von Pinalti genauer unter die Lupe während mich die Seuche ans Bett fesselte und konnte ihr auch gleich die Erstbegehung abringen. Uns Frankenfans hat das natürlich gut gefallen, auf den unteren Metern etwas warm klettern zu einem mehr als guten Ruhepunkt, gut konzentrieren und 10 Züge Vollgas an Löchern, Slopern und Zangen. Eine wirklich außerordentlich schöne Boulderpassage. Hochmotiviert durch die vorangegangene Begehung von Jochen konnte ich mir im ersten Go eine Begehung sichern und Mirko versetzte uns erneut mit einem schiergarfastflash in Staunen. Nach einem verpeilten Abgang im siebener Gelände konnte auch er am letzten Tag den Umlenker von „Flourpower“ (8a+) einhängen. Ganz rechts am Fels noch die optische Täuschung: Der auf 7b geschätzte „Warmup“ entpuppte sich als steilste Tour Rumäniens und reine Ausdauer 8a mit Schlüsselstelle am letzten Zug. Dieser konnten Jochen, Raphael, Mirko und Jörg eine der wenigen Wiederholungen abringen.

Felix Lehmann in „Spiderpig“, 8a

 

Am letzten Tag ging es weiterhin heiß her. Felix Lehmann musste noch unbedingt sein Projekt „Spider pig“ klettern das er die ersten Tage eingebohrt hatte. Mit einer Portion Übermotivation und dem Abfahrtszeitpunkt im Hinterkopf klappte dies auch wie am Schnürchen und wir hatten das Gebiet wiederum um eine schöne Sportkletterei im Grad 8a bereichert. Jochen und ich konnten es auch noch gleich knipsen so das dem erneuten Felswechsel zu „km 9“ an dem sich schon Jörg und Raphael vergnügten nichts im Wege stand. Jochen und Raphael konnten noch zum krönenden Abschluss in letzter Minute die Route „…“ (8a) klettern.

Danach Autopacken, rein in den Wagen, Essengehen und Abfahrt! Schön war es in Rumänien!

 

 

Source:  www.felskader-bw.de/